Hormone & Stimmungsschwankungen – diese Worte beschreiben für viele Jugendliche ziemlich genau, wie sich der Alltag manchmal anfühlt. Eben noch ganz okay, dann plötzlich traurig, gereizt oder komplett überfordert. Vielleicht fragst du dich in solchen Momenten, ob mit dir etwas nicht stimmt oder ob du „zu sensibel“ bist. Die kurze Antwort: Nein. In den meisten Fällen ist das völlig normal.
Gerade in der Jugend passiert im Körper unglaublich viel. Hormone verändern sich, dein Gehirn entwickelt sich weiter und gleichzeitig wächst der Druck von außen: Schule, Erwartungen, Freundschaften, Zukunftsfragen. All das kann deine Stimmung beeinflussen, oft stärker, als du es dir erklären kannst. 🎢
Warum Hormone deine Gefühle beeinflussen
Hormone sind dabei so etwas wie kleine Botenstoffe. Sie steuern nicht nur körperliche Prozesse wie Wachstum oder Schlaf, sondern auch, wie intensiv du Gefühle wahrnimmst. Wenn sich der Hormonhaushalt verändert, zum Beispiel in der Pubertät oder bei Stress, können Emotionen schneller wechseln oder sich stärker anfühlen. Das bedeutet nicht, dass du übertreibst, sondern dass dein Körper gerade sehr aktiv arbeitet.
Viele Stimmungsschwankungen gehören deshalb ganz normal dazu. Vielleicht bist du schneller genervt, brauchst mehr Rückzug oder fühlst dich ohne klaren Grund traurig. Solche Phasen sind kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Hinweis darauf, dass dein Körper und dein Kopf gerade viel verarbeiten. Wichtig ist, dir dafür nicht selbst Vorwürfe zu machen.
Was ist normal – und wann solltest du genauer hinschauen?
Trotzdem gibt es Momente, in denen es sinnvoll ist, genauer hinzuschauen. Wenn sich schlechte Stimmung über Wochen hält, du kaum noch Freude empfindest oder dich dauerhaft leer und überfordert fühlst, solltest du das ernst nehmen. Dann geht es nicht mehr nur um Hormone, sondern darum, dass du Unterstützung brauchst und das ist vollkommen okay. 💬
Was dir im Alltag helfen kann
Im Alltag kannst du einiges tun, um besser mit Stimmungsschwankungen umzugehen. Oft helfen schon kleine Dinge wie
- ausreichend Schlaf,
- regelmäßige Bewegung oder
- bewusste Pausen.
Auch Reden kann entlasten: mit Freund:innen, Familie oder einer Person, der du vertraust. Gefühle müssen nicht sofort gelöst werden, manchmal reicht es, sie erst einmal anzunehmen.
Fazit: Du bist okay, genau so wie du bist 💛
Am wichtigsten ist vielleicht diese Erkenntnis: Du bist nicht komisch, schwierig oder falsch. Hormone & Stimmungsschwankungen sind kein Zeichen von Schwäche, sondern von Veränderung. Dein Körper entwickelt sich, dein Kopf sortiert sich neu und das darf sich auch emotional zeigen. Du musst damit nicht allein klarkommen. Du darfst fühlen, was du fühlst, und du darfst dir Hilfe holen, wenn es dir zu viel wird.
Wenn du merkst, dass deine Stimmung dich stark belastet, findest du in unserer App Hilfsangebote vor Ort und am Handy, Infos zu mentaler Gesundheit und Unterstützung, wenn du nicht allein weitergehen möchtest. 💛
Autorin: Stefanie Schmelzer